Sendung vom 17.04.1970

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Inhaltsverzeichnis

Filmfälle

Mord an Josef L. ("Bodensee - Mord")

Inhalt

  • Dienststelle: Kapo Thurgau / Kripo Konstanz
  • Details: Friseur; plötzlich in die Schweiz fahren; in teure Hotels, aber auch in billige Pensionen einquartieren; Scheren anbieten; Bekannte nicht erkennen; nasser Waschlappen; Verfolgungswahn?
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt
  • Ansehen: Teil 1 (http://www.youtube.com/watch?v=WsOBIGRug1s) Teil 2 (http://www.youtube.com/watch?v=o-jCmO0S5nk)

Nachspiel

Werner Vetterli berichtet in der Folgesendung über neue Spuren und ist zuversichtlich den Fall schnell zu lösen.

Die Tat ist in der Schweiz mittlerweile verjährt, die Akte wurde bereits 1973 geschlossen. Alle Fragen sind nach wie vor offen. Die Kantonspolizei Thurgau schloß nicht aus, daß Josef L. im homosexuellen Milieu verkehrte (Quelle: Buch Aktenzeichen XY ...ungelöst).

Für Interessierte ein Link zu einem Disskussionsforum über den Fall: http://www.allmystery.de/themen/mt58109


Einbruch in Pelzgeschäft

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Wuppertal
  • Tattag: Sonntag,19 Mai 1968
  • Tatort: Wuppertal
  • Tatverdächtig: Jürgen M.
  • Details: Blonde Frau wird mehrfach von Klopfgeräuschen gestört;sie glaubt das das Schaufenster neu dekoriert wird!! ; Einbrecher arbeiten sich durch eine Wand; viele wertvolle und prämierte Modelle gestohlen; Akten werden geschlossen; Mitarbeiter entdeckt in einem Pelzgeschäft in Wuppertal einen der gestohlenen Mantel; Polizei durchsucht das Geschäft und findet alle gestohlenen Pelze; Inhaber wird verhört; 2 Männer haben ihm die Mäntel verkauft "Hans" und "Jürgen"; ein Verdächtiger wird verhaftet;
  • Zitat: "Dekorieren sie ihr Schaufenster gefälligst am Tag"
  • Bewertung: *
  • Status: geklärt

Nachspiel

Der Tätverdächtige in diesem Fall stellte sich auch als Täter heraus.Jürgen M. stellte sich selbst der Polizei.Auflösung in der Folgesendung.


Mord an Anneliese St. ("Heidelberger Taximord")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Heidelberg
  • Tattag: 29. August 1963
  • Tatort: In der nähe von Heidelberg
  • Details: 2 Personen mieten sich im Hotel Stiftsmühle ein,Namen und Adressen sind falsch; großzügig und anspruchsvolle Musikliebhaber; verhalten der beiden mysteriös; einer der Verdächtigen trinkt nur Apfelsaft; der Apfelsafttrinker taucht in Schönau auf; am Bahnhof wird ein Telegramm an sich selbst aufgegeben; in der Post in Schönau wird ein Telefonat angeben die es nicht gibt; zweiter Mann ruft aus der Post Anneliese St. an und bucht eine Fahrt; sie tun so als ob sie sich nicht kennen; nach erster Fahrt bucht der Verdächtige noch eine Nachtfahrt; er ist im "Kirchlichen" Auftrag unterwegs; Mutter des Opfers macht sich sorgen; 16jähriges Mädchen beobachtet Streit und Mord an der Taxifahrerin aus ihem Fenster;
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt
  • Ansehen: Teil 1 (http://www.youtube.com/watch?v=1QvWuKLLq7w) Teil 2 (http://www.youtube.com/watch?v=ozy9YozRz6w)

Nachspiel

In der Nachbereitung des Falls wird auf eine Verbindung zwischen vermutlichen Täter und Opfer aufmerksam gemacht. Einer der Verdächtigen gab in seiner Anmeldekarte als Geburtort Arnsdorf aus dem Kreis Liegnitz an. Dieser Ort in Schlesien trägt seit Kriegsende einen anderen Namen und es ist bemerkenswert, dass der vermutliche Täter diesen kleinen Ort, in einem Kreis der nur 2000 Einwohner zählt, kennt. Des Weiteren hat Anneliese St. in der Zeit von 1941 bis 1945 in Liegnitz als Gewandmeisterin an einem Theater gearbeitet, allerdings unter ihrem Mädchennamen.

Der Fall, wie auch 27 weitere alte Prüffälle, wird zur Zeit durch die Kripo Heidelberg komplett neu aufgerollt. Das Speziallabor des Stuttgarter Bundeskriminalamts ist momentan damit beschäftigt, die DNA des Täters, sowie weitere Spuren aufzubereiten und mit den Datenbanken des Bundeskriminalamts zu vergleichen. Die Spuren ergeben sich aus Blutspritzern auf der Kühlerhaube und der Fahrertür des Taxis, sowie einiger Fingerabdrücke. Außerdem, so schreibt die Rhein-Neckar Zeitung, wurde am Fundort des Tatmessers "...ein „Exkrementenhaufen“", mit dem der Mann "...hier seine Notdurft verrichtete" aufgefunden. Die Ergebnisse des BKAs haben zudem ergeben, dass der Mann "im Ziegelhäuser Hotel „Stiftsmühle“ sein Essen eingenommen" hat. In Folge der neuen Ergebnisse wurden bis jetzt über 200 Personen erfolglos überprüft. Die meisten Verdächtigen sind schon über 70 Jahre alt oder bereits verstorben.

Raubmord schließt die Kripo bislang aus, da auch dem Mörder bekannt gewesen sein müsste, dass die Taxifahrerin für diese nächtliche Fahrt nur das Nötigste mitnahm. Eine Beziehungstat ist wohl nicht auszuschließen, da Frau S. ihren Mörder scheinbar kannte. Sie fuhr aus Sicherheitsgründen üblicherweise nur tagsüber und erwähnte auch gegenüber ihrer Familie, ihr sei der Fahrgast bekannt gewesen. Ob es sich dabei tatsächlich um die beiden Männer aus dem Hotel handelt, wie im Filmfall gezeigt, ist nicht bekannt. Ebenso könnte es ein junger Fahrgast sein mit dem das Opfer einige Stunden zuvor im Taxi gesehen wurde.

Quelle: Rhein - Neckar Zeitung vom 11. / 12. Juli 2009 (Ausgabe 157)

Ansehen

Die komplette Sendung in 7 Teilen einer Playlist! (http://www.youtube.com/view_play_list?p=DF1162957929DCA5)


Die Studiofälle der Sendung:

SF1: Fahndung nach Eduard Sch.(35),gesucht wegen Betrugs. Seine Masche ist Gebrauchte Autos mit gefälschten Scheck zu bezahlen.Da er seine Opfer nur am Wochenende besucht , können diese die Schecks nicht überprüfen.

Geklärt: Eduard Sch. wurde in Düsseldorf festgenommen.Mit seiner Festnahmen stieß die Polizei auch auf eine bisher unbekannte Gruppe von Hehler und Mittätern.Auflösung in der Folgesendung.


SF2: Fahndung für Österreich nach Erich G. (37),gesucht wegen Autodiebstahl.Ihm fehlt ein Daumen.Er wird bereits 3 Jahre gesucht.

Geklärt: Erich G. wurde noch am Abend der Sendung in München festgenommen.Er hatte eine Stelle als Tankwart angetreten.Ein Zuschauer ,der Kriminalbeamter war und bei ihm öfters verkehrte,hatte ihn erkannt.Auflösung in der Folgesendung.


SF3: Fahndung für die Schweiz nach Salvadore N.(31),gesucht wegen Raubmord an einem Invaliden.Er wird verdächtigt zusammen mit einem Komplizen in Fribourg einen 71 jährigen Lotterieverkäufer beraubt und niedergeschlagen zu haben. Der alte Mann ist ,ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben ,verstorben.

Geklärt: Salvadore N. hielt sich am Tage der Sendung in Deutschland auf und es gelang ihm noch in die Niederlande zu fliehen.3 Tage nach der Sendung konnt er aber dort festgenommen werden.Auflösung in der Folgesendung.


XY "Gelöst" - der Rückblick

Studiofall 6 gelöst aus der Märzsendung 1969.Gisela R. wurde verhaftet.

Filmfall 2 gelöst aus der Oktobersendung 1969.Carl Jaxa B. wurde am 6 März in Madrid verhaftet.

Studiofall 6 gelöst aus der Oktobersendung 1969.Gerhard N. wurde am 28.03.1970 auf Ibiza verhaftet.


Bemerkungen

25. Folge. Dazu eine kleine Ede-Rechtfertigung und Danksagung. Höchst mysteriöse Filmfälle 1 und 3! Peter Hohl macht sich wichtig.

Fall 1 ist in der Tat wohl einer der merkwürdigsten Fälle, die je bei Aktenzeichen gesendet worden sind (vergleichbar vielleicht mit dem ebenso myteriösen Fall G. aus der 60er Jahren). Allerdings drängt sich bei diesen frühen Fällen für manch einen stets der Verdacht auf, dass hier dunkle Aspekte aus der Vergangenheit der Personen eine Rolle spielen könnten, also z.B. Geschehnisse aus der Zeit des Dritten Reiches und in Zusammenhang mit damaligen Ereignissen (z.B. Kriegshandlungen, mögliche Kriegsverbrechen, Mitwisserschaft oder alte "Seilschaften etc.

In Filmfall 3 kommt kurioserweise nicht die "Wischblende" zum Einsatz, dafür gibt es eine außergewöhnlich toll gemachte Überleitung zwischen 2 tickenden Weckern.


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