Sendung vom 17.01.2003

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Inhaltsverzeichnis

Filmfälle

Mord an Ioannis O.

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Itzehoe
  • Tattag: 18.August 2002
  • Details: Gastwirt (22 J.) aus Glückstadt wird in eigener Wohnung mit über 200 Messerstichen getötet
  • Bewertung:
  • Status: teilweise geklärt

Nachspiel

Über die "Klärung" des Falles wird in der Sendung vom 09.12.2009 berichtet.

Es konnte zwar der mutmassliche Mörder ermittelt werden, der läuft aber immmer noch frei herum. Durch DNA-Spuren und Zeugenaussagen wurde der Türke Recep K. als Täter ermittelt. Er galt als Freund des Opfers und wurde bereits nach der Tat von der Kripo vernommen. Der mutmassliche Täter wird immer noch mit internationalem Haftbefehl gesucht; die Kripo geht davon aus dass er in der Türkei untergetaucht ist. Zudem wird davon ausgegangen, dass es sich um einen Raubmord handelt. (Quelle: SHZ.de vom 25. und 28. November 2009)

Mord an Gerhard K.

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hofheim
  • Tattag: 9.8.2002, gegen 01:00 Uhr
  • Details: Überwachungskamera v. Büro aus kontrolliert; DarthVader-Geräusche; der 57-jährige Getränkegroßhändler wurde am 9.8.2002 gegen 01:00 Uhr vor seiner Garage von mehreren Tätern erwartet und ins Haus geschleppt. 100.000 Euro in größtenteils 500-Euro-Scheinen und Wertgegenstände erbeuteten die Mörder. Am 15.8. wurden in Gernsheim an der A 67 Gegenstände der Täter gefunden.
  • Bewertung: *
  • Status: geklärt

Nachspiel

Für die Tat musste sich eine litauische Bande vor dem Gericht verantworten. Zwei (nämlich der 25-jährige Liutauras M. und der 27-jährige Mindaugas S.) der drei Angeklagen wurden vom Landgericht Wiesbaden wegen Mord in Tateinheit mit schwerem Raub zu lebenlanger Haft verurteilt. Der dritten Täter Andrej L. wurde wegen schweren Raubes zu fünf Jahren Haft verurteilt; die Beteiligung am Mord konnte ihm indes nicht nachgewiesen werden. Zudem wird gegen den Mitangeklagten Sigitas P. ein gesondertes Verfahren geführt. Was im XY-Filmfall anders bzw. nicht dargestellt wurde, ist die Tatsache, dass der kräftige Getränkehändler zunächst die Angreifer abwehren und sich auf ein Nachbarsgrundstück retten konnte, dort aber von den Tätern dann eingeholt und überwältigt wurde. Die gestohlenen 150'000 Euro konnten nicht mehr aufgefunden werden. Interessant ist die Vorgeschichte zu dieser Tat: Liutauras und Mindaugas kannten sich aus Litauen und wollten nach Spanien in den Urlaub und campierten im Transit in der Nähe von Frankfurt. Ein Kleinkrimineller hat dann diese zwei mit einem Türken zusammengeführt, der bereits früher ins Haus von Gerhard K. eingebrochen war und die Liegenschaft weiterempfahl. Dank der Aussage des Türken konnten die Litauer als Täter identifziert werden. Einer der Verurteilten revidierte gegen das Urteil. (Quelle: FAZ, 28. Juli 2005)

Vergewaltigungsserie seit 1994 (RUB Vergewaltiger)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Bochum
  • Kommissar im Studio: Andrea Scheuten
  • Tattag: Zeitraum von 7. Januar 1994 - 1. Dezember 2002
  • Tatort: Großraum Sprockhövel, Bochum, Dortmund
  • Tatverdächtig: ein unbekannter Mann
  • Belohnung: 1.500 Euro
  • Details: erst Sprockhövel, später an der Ruhr-Uni Bochum (RUB); Täter geht mit Opfern zu ehemaligen Industriegeländen; lange Pausen zwischen den Taten; viele unterschiedliche Phantombilder; Karin M. wird am 22. Juni überfallen, sie war auf einer Feier (15. Tat, 5 weitere bis Dezember 2002, immer Studentinnen der Uni Bochum)
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt
  • Ansehen: Filmfall

Nachspiel

Spiegel, 13. Februar 2012:

Kripo geht davon aus, dass der Täter nach wie vor noch lebt; er sei jetzt höchstens 50 Jahre alt. Kriminalrätin ist sich sicher, dass man den Täter ermitteln werde. Dem Täter, Uni-Phantom genannt, werden im Zeitraum 1994 bis 2002 mindestens 22 Übergriffe auf Frauen zugeordnet; davon 9 im Bochumer Uni-Gebiet sowie mindestens 3 in einem Wäldchen in der Nähe des Studentenheimes. Der Täter hat bei fast jeder Tat DNA-Spuren hinterlassen. Ermittlungskommission "Messer" wurde zeitweise eingesetzt. Insgesamt 1'000 Männer, die sich im Zeitraum 1994 bis 1997 aus Spockhövel abgemeldet hatten, gaben eine Speichelprobe ab. Zeitweise Panik bei Studentinnen der Uni. Polizistinnen als Lockvögel im Universitätsgebiet. Ende 2002 dann zwei gescheiterte Vergewaltigungen, die dem Uni-Phantom zugerechnet werden: eine Frau rammte ihm dann ihr Knie zwischen seine Beine. Danach anscheinend keine Taten mehr. Profiler von Scotland Yard wurde hinzugezogen. Massengentest: insgesamt 10'000 Männer überprüft. Weiterhin gehen regelmässig Hinweise ein. Zeit drängt: Verjährung von Vergewaltigung nach 20 Jahren! 2022 wären alle Taten dann verjährt.


Siehe hierzu: Studenten wehren sich gegen Massengentest - Spiegel Online vom 01.08.2003

Raubüberfall auf einen ehemaligen Fremdenlegionär

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Duisburg
  • Details: 27. Oktober 2002; enge Freundschaft zwischen Nachbarn: sind Paar aber wohnen immer noch getrennt; Täter-Trio; Trick an Wohnungstür: Heizung ablesen; Einlass in Wohnung; überwältigen; Opfer B. war in der Fremdenlegion; zum ersten Mal Todesangst; von Nachbarin gefunden; Phantombild
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Ansehen

Die komplette Sendung in 4 Teilen einer Playlist plus ZR!

Die Studiofälle der Sendung:

  • St. Gallen: 81-Jährige Frau; Herzversagen; trotzdem kein natürlicher Tod; Einbrecher; Auseinandersetzung; Misshandlung; Flucht in panischer Angst in Schlafzimmer; Tod; mutmassliche Täter: zwei namentlich bekannte Staatsbürger aus Bosnien-Herzegowina; 3. Mittäter bereits gefasst
  • Neustadt an der Weinstrasse: Doppelmord an zwei Frauen; Familientragödie; eine der beiden Frauen: 22-jährige Mutter; von Ehemann getrennt in Frauenhaus gezogen mit zwei Söhnen; Söhne bei Vater zu Besuch; Mutter wollte Söhne mit Frauenhaus-Freundin abholen; beide erdrosselt; dringender Tatverdacht gegen zwei namentlich bekannte Pakistaner; Fahndung
  • Heidelberg: Dreifachmord in Arztpraxis; 61-jähriger Kindearzt, 66-jährige Ehefrau und 24-jährige Arzthelferin als Opfer; Erdrosselung; Raubmord; wahrscheinlich Einzeltäter; Täter rauchte Filter-Zigarillos
Nachspiel: 10 Monate nach der Tat ist ein 52-Jähriger durch das Landgericht Heidelberg lebenslänglich verurteilt worden. Besondere Schwere: vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren ist nicht möglich. Ermordung um den Raub zu verdecken bzw. Angst, dass er nach der Tat wiedererkannt und identifiziert werden könnte. Der Täter stammt aus Mannheim, hat die Morde gestanden und gab als Motiv an, dass er sich sein Sozialhilfegeld aufbessern wollte. Alkoholsüchtig; zur Tatzeit 1,5 Promille intus. Trotzdem volle Schuldfähigkeit. (Quelle: FAZ, 7. Oktober 2003)
  • Miesbach: versuchter Bankraub; Waffe aus Plastiktasche; Bankangestellte aber bereits in Sicherheit gebracht; Panzerglas; Flucht ohne Beute; Fahndung mit Bild aus Überwachungskamera
  • Thurgau: Fahndung nach drei Gefängnis-Ausbrecher; Untersuchungshaft in ganz besonders ausbruchssicherem Gefängnis; bandenmässiger Drogenhandel wird den Ausbrechern zur Last gelegt; alles Albaner; 24- bis 25-jährig
  • Rüsselheim: unbekannter Toter; Gesichtskonstruktion; Waldstück bei Mörfelden-Walldorf; Schatzsucher mit Metallsuchgerät; unbekannter Toter hatte Kugel im Körper; wahrscheinlich stammt Toter aus Polen; Frau mit Schäferhund sah zwei Männer mit Spaten aus Wald kommen; Autos mit polnischen und litauischen Kfz-Schildern
Nachspiel: Die Klärung des Falls wird bereits in der Sendung vom 13.06.2003 verkündet. Zwei Täter konnten von der ungarischen Polizei festgenommen werden, sie hatten den Mann während einer gemeinsamen Geschäftsreise nach Deutschland aus Habgier umgebracht und anschließend im Wald vergraben.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

XY Gelöst:

Bemerkungen

Das alte XY-Format existiert nicht mehr. Stattdessen: Zeugeninterviews, Kripobeamte, nur noch ein richtiger Filmfall pro Sendung.


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